Der Darmstädter Bürohund Murphy ist jetzt schon seit einem ganzen Jahr bei uns. Weil wir beim Interview allerdings nicht mehr als ein beherztes "Wuff!" aus ihm rauskitzeln konnten, sprechen wir stellvertretend mit seinem Herrn und Meister Patrick. Neben der großen Ehre, Murphy ins Büro zu eskortieren, verdient sich Patrick sogar noch Zusatzlorbeeren, indem er uns als (gekürzt wegen Spoileralarm) im Projektalltag unterstützt. Also, mal schauen was wir aus ihm über Murphy herauskitzeln können.

Du bist per Initiativbewerbung bei uns gelandet. Wie nervös warst du bei deinem Bewerbungsgespräch?

Oh Boy, “sehr nervös” wäre dezent untertrieben. CAMAO hatte damals keine Stellen in meinem Bereich ausgeschrieben, aber ich war total angefixt von dem Spirit, der alleine schon über die Website rüberkam. Also Bewerbung fertig gemacht, abgeschickt – und ein paar Tage später kam tatsächlich die Einladung. Als es beim Kennenlernen plötzlich um Monkey Island und Gitarrenmusik ging, wusste ich: Der Laden ist geil, hier will ich bleiben! Die zweite Runde war dann eine deutlich härtere Nuss, denn hier ging’s überwiegend ums Fachliche. Zwischenzeitlich hatte ich das Gefühl, dass wir auf keinen gemeinsamen Nenner kommen und hiermit Endstation ist. Doch am Ende hat man tatsächlich eine komplett neue Stelle für mich gebastelt, die genau auf meine Skillz und vor allem auch auf meine beruflichen Ziele ausgerichtet ist. Ich bin kein Experte auf dem Gebiet, aber sowas gibt’s wohl eher selten. Und das macht mich bis heute sehr, sehr glücklich.

Das Ziel, deinen Adoniskörper durch CAMAO in die BILD-Zeitung zu hieven, hast du bereits im 1. Jahr erreicht. Was machst du eigentlich noch hier?

Jaja, die Sache mit Goldenstein und der BILD-Zeitung. War klar, dass du das ansprichst. Ich sag’s mal so: Hätte mir jemand an meinem ersten Tag gesagt, dass ich mich keine 6 Monate später für CAMAO in Unterhosen UND mit Lineal vorm Gemächt fotografieren lasse UND wir damit in die BILD-Zeitung kommen, ich wäre … ja, was eigentlich? Vor Angst direkt wieder gegangen? Ihm vor Freude um den Hals gefallen? Die Wahrheit liegt wahrscheinlich irgendwo dazwischen. Aber nun zur eigentlichen Frage: Wenn ich nicht gerade für CAMAO die Hosen runterlasse, verdiene ich meine Brötchen mit Text und Konzeption. Von der kompletten Content-Strategie mit den passenden Wireframes bis zur Shortcopy für die nächste LinkedIn-Ad ist alles dabei. Das alles für die unterschiedlichsten Kunden und Projekte – und genau das ist es auch, was ich am Agentur-Business so mag: Man weiß nie so genau, was als nächstes ansteht, in welchem Umfang man sich einbringt und in welcher Teamkonstellation man arbeiten wird.

Wie fühlt es sich an, ein Jahr lang viel Herzblut in die neue Arbeit zu stecken und trotzdem nicht mehr geliebt zu werden als der Hund, den man ins Büro mitbringt?

weint 10 Minuten in seinen Hemdkragen und kommt langsam wieder zur Fassung
Ach du, das bin ich gewohnt. Murphy ist seit über 8 Jahren an meiner Seite und er hat’s halt einfach raus, wie man neue Menschen direkt um den Finger wickeln kann. Wenn ich sehe, wie oft der Kerl morgens einfach im Bett liegen bleibt, dann frage ich mich, wie viele Urlaubstage er für sich damals raushandeln konnte. So ein Hundeblick ist schon von Vorteil, Wahnsinn!

An dieser Stelle möchte ich noch erwähnen, wie vorbildlich CAMAO hinsichtlich Bürohunden eingestellt ist. Als man mir während der Bewerbungsphase sagte, dass ich zur 2. Runde eingeladen bin, kam sofort der Hinweis “aber deinen Hund bringst du diesmal mit”. Wurde ich am Ende vielleicht nur wegen ihm eingestellt?! Moment mal ...

Was war dein Highlight des 1. Jahres?

Ich will ja nicht immer wieder auf der Unterhosen-Story rumreiten, aber das war schon ne lustige Sache. Vor allem, weil das gesamte Projekt in der letzten Woche meiner Probezeit gewuppt wurde und ich mich ständig fragte, ob das jetzt in ner Kündigung oder nem Vertrag auf Lebenszeit münden wird. Ansonsten würde ich tatsächlich behaupten, dass mein komplettes erstes Jahr ein Highlight gewesen ist. Ich habe jede Menge neue Leute kennengelernt, konnte mir fachlich sehr viel Neues draufschaffen und habe festgestellt, dass man bei CAMAO die vielzitierte #crewlove nicht nur auf nen Sticker druckt, sondern sie lebt, und zwar so richtig. Uff, war das jetzt zu viel Schwärmerei auf einmal? Sorry, not sorry, aber so ne Kombi war mir neu, und das flasht mich bis heute.

Glaubst du, das Content-Format Text hat, abgesehen von kurzen Captions zu irgendwelchen Statistiken, die man auf LinkedIn postet, um schlau zu wirken, noch eine Zukunft und wie sieht die aus?

Eine interessante Frage. Die Entwicklung geht ganz klar in Richtung #snackable, was heißt, den Sachverhalt so kurz und knackig wie möglich aufzubereiten, damit man ihn quasi im Vorbeigehen konsumieren kann. Ob ich persönlich das gut finde, sei mal dahingestellt, aber selbst in dieser Alles-schnell-und-am-besten-sofort-Welt wird Text weiterhin eine Rolle spielen. Vielleicht weniger als visuelle Aneinanderreihung von Buchstaben, sondern eher in gesprochener Form, zum Beispiel für Erklärvideos und Co. Ich bin auf jeden Fall gespannt, wohin die Reise geht.

Vor ein paar Wochen hat mir jemand ein Tool gezeigt, dass anhand von individuellen Keywords ganze Texte ausspucken soll. Ich hab’s ausprobiert und fand das Ergebnis eher – naja – ernüchternd. Daher denke ich, dass wir uns erstmal keine Sorgen um unseren Job machen müssen. Und falls doch, dann bewerbe ich mich irgendwo als chubby mature Unterhosenmodel. Das passende Bewerbungsfoto hab ich ja schon.

Vielen Dank für das Interview! Wenn ihr den Patrick jetzt so sympathisch fandet, dass ihr euch unbedingt mit ihm vernetzen möchtet, macht das doch auf LinkedIn!