Im Juni 2017 öffnete die rheinland-pfälzische Beratungsstelle „Salam “ gegen islamistische Radikalisierung im Landesamt für Soziales, Jugend und Versorgung ihre Pforten. Ihre Mission: Jugendlichen, die akut durch islamistische Radikalisierung gefährdet sind, mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Zum Hintergrund: Oftmals wird jugendliche Unsicherheit und alterstypische Verletzlichkeit von Extremisten und Radikalen ausgenutzt. Deren Ideologien bieten klare Rollenbilder, einfache Weltsichten und erfüllen jungen Menschen den Wunsch nach Zugehörigkeit – zu teurem Preis.

AKTIVE BERATUNG UND UNTERSTÜTZUNG FÜR BETROFFENE

Hier setzt die Beratungsstelle an: Besorgte Freunde, Familienmitglieder und Menschen aus dem sozialen Umfeld potentiell betroffener Jugendlicher können sich an das Team aus Sozialpädagogen, Politik- und Islamwissenschaftlern wenden. Diese nehmen sich den Fällen an und stehen beratend zur Seite, unterstützt durch ein breites Netzwerk. Neben der Einzelfallarbeit mit jungen Menschen berät das Team auch Fachkräfte und führt Seminare zur Sensibilisierung und Aufklärung durch – etwa an Schulen, für Mitarbeiter von Jugendämtern und freie Träger der Jugendhilfe sowie in der Justiz.

Das finale Logo der rheinland-pfälzischen Beratungsstelle „Salam“

EIN LOGO DES FRIEDENS UND DES DIALOGS

Wir finden die Initiative gut und wichtig und haben das Logo für die Beratungsstelle „Salam“ entwickelt: „Salam“ als arabisches Wort für Frieden, als Wort der Begegnung und des Dialogs, spiegelt sich durch zwei ineinandergreifende Sprechblasen wider. Gleichzeitig wird in der Bildmarke, durch die optische Trennung der beiden Sprechblasen, die Sichel des zunehmenden Halbmonds (Hilal) abgebildet – was eines der bedeutendsten muslimischen Symbole darstellt. Die Farben leiten sich aus dem Corporate Design des Landes Rheinland-Pfalz ab.

Das Logo wird nun in den kommenden Wochen sukzessive in der Kommunikation der Beratungsstelle Einzug halten. Wir freuen uns, dass wir einen kleinen Beitrag zu einem wichtigen Thema leisten durften.