Ein Beitrag von Melanie Totsikas.

Instagram Stories scheint nicht der letzte Angriff von Marc Zuckerberg auf Snapchat gewesen zu sein: Das Feature mit den nur 24 Stunden lang verfügbaren Bildinhalten ist laut Business Insider jetzt auch für einige User der Facebook-App verfügbar. An dem mit Snapchat eingeführten und von Instagram – zugegeben etwas grob – abgeguckten Konzept wird auch für das größte soziale Netzwerk nicht viel geändert.

Da kommt natürlich die Frage auf, ob Facebook Stories überhaupt gebraucht wird. Diese lässt sich aber sehr schnell mit „Ja“ beantworten. Immerhin sind die demographischen Unterschiede schon zwischen Facebook und Instagram enorm. Mit dem Launch von Facebook Stories kann der Konzern jetzt auch seiner größten Altersgruppe der über 30-jährigen dieses Feature gezielt anbieten, während jüngere Nutzer weiterhin verstärkt auf Instagram und Snapchat setzen.

Facebook Stories … for business?

Bisher ist nicht eindeutig bekannt, ob nur normale Facebook User das Feature benutzen können, oder ob Stories auch (Unternehmens-) Seiten offen stehen wird. Wer allerdings in letzter Zeit seine Instagram Stories durchforstet hat, bemerkte es vielleicht schon: Zwischen die – mal mehr, mal weniger – gehaltvollen Schnipsel aus dem Leben von – mal mehr, mal weniger – guten Freunden gesellen sich vermehrt Werbeinhalte von großen Unternehmen wie Airbnb, Nike oder Netflix.

Es ist nur eine Frage der Zeit, bis Facebook Stories in dieser Hinsicht nachziehen wird. Neben Facebook Live hat Stories also das Potenzial, Unternehmen noch näher an die Zielgruppe zu bringen. Facebook User sind unter sich schon gut vernetzt und vor allem dank der vielen persönlichen Daten sehr gezielt ansprechbar. Reichweite muss also nicht wie bei Snapchat mühsam aufgebaut oder (sehr) teuer eingekauft werden.

Ich bin gespannt, wann es Facebook Stories auch zu uns schafft und natürlich auf die ersten Ideen, wie es sich für professionelle Kommunikation nutzen lässt. Im Moment bleibt uns aber nichts anderes übrig als Abwarten und Tee trinken. Bisweilen noch auf Instagram und Snapchat.

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Die Autorin


Melanie Totsikas
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