Ein Beitrag von Birte Teichert.

Oops, they did it again: Die Online Marketing Rockstars haben nochmal einen draufgelegt. Am 22. und 23. März wurde mit rund 40.000 Besuchern, über 300 Speakern, 120 Masterclasses und mehr als 300 Ausstellern ein Feuerwerk für die Digital-Marketing-Branche abgehalten.

Tag 1 – Zurechtfinden auf der digitalen Expo

Wir starteten am Donnerstag mit genügend Zeit, um verschiedene Aussteller, Freunde und Kollegen zu treffen. Außerdem haben wir uns diverse Speaker angeschaut und an Masterclasses teilgenommen. Denn in diesem Jahr gab es an beiden Tagen auf zwei Expo Stages ganztägig Branchen-Insights und Trends von unterschiedlichen Speakern zu hören. Sowohl in den Masterclasses als auch bei den Speakern war für jeden etwas dabei.

Die Expo „Deep Dive“ lockte mit sehr spezialisierten Talks, wie zum Beispiel „Landing Page Optimization” oder „Markenaufbau mit Nischen-Influencern”. Auf der Expo „Big Picture“ hingegen warteten Meta-Themen, wie „The Age of the Customer” auf neugierige Ohren. Viele Talks hatten Marken als Absender, was zwar teils einen werblichen Charakter einbrachte, aber auch die Anwendbarkeit der präsentierten Learnings erhöhte.

Tag 2 – Eine Konferenz, sie alle zu binden

Viel zu früh und voller Vorfreude zogen wir in den zweiten Tag. So konnten wir uns gute Plätze für die Konferenz sichern und entspannt mit dem ersten Kaffee starten. Um kurz nach neun Uhr ging es dann wie im letzten Jahr mit dem Beitrag „State of the German Internet“ von Philipp Westermeyer los.

Westermeyer gab Einblicke, wie sich die deutsche Digitalbranche im vergangenen Jahr entwickelt hat, wie sie im internationalen Vergleich dasteht und welche Marketingstrategien aus OMR-Sicht erfolgversprechend sind. Die Ergebnisse der Analyse sind fast schon beunruhigend: So haben die GAFA-Firmen (Google, Amazon, Facebook und Apple) im letzten Jahr den halben Wert des gesamten DAX zugelegt. Was unterscheidet diese vier Unternehmen von anderen? Google, Amazon und Facebook haben praktisch ein Monopol auf den Zugang zu Menschen im Netz. Andere Unternehmen müssen diese „Gatekeeper“ immer wieder bezahlen, um ihre Zielgruppe zu erreichen.

5 Wege, um in Zeiten von GAFA Erfolg zu haben

Die von ihm vorgestellten Methoden, wie man sich trotzdem digital behaupten kann, möchte ich euch natürlich nicht vorenthalten:

    1. GO HORIZONTAL
      Ein breites Produkt- und/oder Dienstleistungsangebot maximiert den potentiellen Umsatz aus einem Kundenkontakt.
    1. RETAIN WITH SUBSCRIPTION AND CRM
      Abonnements binden Kunden und können durch geringe Kosten Conversions incentivieren.
    1. STAND OUT WITH PROVOKING AND CEO AS A BRAND
      Anecken bringt Aufmerksamkeit bringt Kunden. Genauso wie starke Führungspersönlichkeiten in Zeiten der sozialen Medien.
    1. DIGITAL PR AND PR EVENTS
      Sprich mit klarer Agenda, oft, authentisch und auch mal kryptisch über deine Themen. Und nutze die Gravitas von Events, um Aufmerksamkeit zu bekommen.
    1. BE AGILE ON PLATFORMS
      Keine Routine: Überlege stets, welche Plattform sich am besten eignet und wie du das Beste aus ihr heraus holst.

(Im Detail siehe Präsentation oben ab Slide 23)

In der Keynote (YouTube Timestamp) von Mark Rabkin ging es darum, wie mit den Herausforderungen, dem Druck und der Geschwindigkeit in der Branche trotzdem erfolgreich gearbeitet werden kann. Facebooks Head of Ads & Business erläuterte, wie er zum agilen Arbeiten kam, und dass dieser Ansatz bei Facebook gelebt wird. Dies war besonders interessant für uns, weil wir für unsere Projekte ebenfalls eine agile Arbeitsweise einsetzen und dafür neue Ansätze zum Ausprobieren, aber auch Bestätigung fanden.

Herausforderungen der Zukunft: The Voice of GAFA

Nach der ersten kleinen Pause ging es mit Scott Galloway (YouTube-Timestamp) weiter. Ein bekanntes Gesicht auf den OMR, der – wie immer – voller Leidenschaft die Übermacht der GAFA-Unternehmen kritisierte. Mit baldigem Inkrafttreten von Gesetzgebung, wie der ePrivacy-Verordnung, sollen zumindest die Daten der Verbraucher großflächigeren Schutz genießen – mit zahlreichen neuen Hürden für Marketer. Die GAFA-Firmen würden davon aber sogar noch profitieren.

Ein viel genanntes Thema, bei der die Pole Position abermals GAFA gebührt, war Sprachassistenz. Damit ändert sich die Art von Suche und Antwort. Es gibt weniger klassische Suchergebnisse, sondern meistens nur eine „richtige“ Antwort auf die jeweilige Anfrage. Es wird also in Zukunft nicht nur wichtig sein, die eigenen Inhalte voice-ready zu machen, sondern vor allem die Suchanfragen der Nutzer richtig zu antizipieren und die Inhalte darauf abzustimmen.

Abschließend lässt sich sagen: Es waren wieder zwei spannende Tage! Vollgepackt mit jeder Menge Input, Inspiration und Motivation starten wir wieder in unseren Agentur-Alltag. Dabei bin ich besonders gespannt auf den Austausch mit meiner Kollegin Alina, die wenige Tage zuvor auf der AFBMC in München war.

/C you at OMR19!

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Die Autorin


Birte Teichert
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