Ein Beitrag von Sven Blümel.

Die schiere Menge an Apps und Möglichkeiten, auf digitalen Content zuzugreifen ist mitunter überwältigend. Ich bemerke es in meinem persönlichen Umfeld als auch an mir selbst: Was uns das Leben vereinfachen oder schöner machen soll, wird zum potenziellen Stressfaktor.

Sind meine Instagram-Follower versorgt? Was ist mit den Youtube-Kommentaren? Auf Twitter war ich auch zu still und das Smartphone-Display ist windpockenartig mit kleinen Messenger-Bläschen übersät. Xing, LinkedIn … gerade keine Zeit. Aber noch schnell die DailyDeviation auf deviantart checken, und was machen die Snapchat Stories? … Auf einmal ist der Akku leer und der Abend rum.

Auftritt der Intelligent Personal Assistants

Ganz ehrlich: Das muss doch einfacher gehen, mit weniger Stress. Das denken sich auch Amazon, Google und Co. Fast alle Big Player der digitalen Welt arbeiten mit Hochdruck an ihren Software-Assistenten, die bisher alle das gleiche können, egal ob sie jetzt Alexa, Siri oder einfach nur Google heißen. Und das verwundert einen nicht, denn auch das Ziel ist identisch: Das (digitale) Leben einfacher zu machen.

Dass natürlich auch Ziele wie Datensammlung oder Umsatzsteigerung mitspielen, muss nicht extra erwähnt werden. Und ob die persönlichen Daten über 20 Apps im Internet landen oder nur über eine einzige macht unterm Strich keinen riesigen Unterschied. Die Frage ist, ob die User Experience schließlich so gut ist, dass es uns das wert ist.

Schon jetzt trumpfen alle Dienste mit ellenlangen Feature-Listen auf. Im Moment sind diese zum großen Teil zwar auf simple Aufgaben beschränkt, aber die Technologie ist noch relativ jung und über die nächsten Jahre können wir sicher einige Fortschritte beobachten.

Ich weiß nicht, ob ich mich auf den Tag freuen oder mich vor ihm fürchten soll. Einerseits glaube ich fest daran, dass diese Technologie tatsächlich für viele Menschen den berühmten „Mehrwert“ liefern kann. Andererseits sehe ich es kritisch, wie viel Kontrolle und wie viele Daten wir an diesen Mehrwert abtreten werden. Natürlich immer im Namen des Users.

Darf’s etwas mehr sein?

Smart Speaker findest du toll, brauchst aber eine Entscheidungshilfe? Dieser Artikel sieht Google Home deutlich vorne, während andernorts Amazons Echo besser abschneidet.

Alexa, Siri, Cortana … Sie alle fallen unter die „Conversational User Interfaces“, mit denen sich unser Konzepter Patrick bereits in einem anderen Blogbeitrag befasst hat.

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Der Autor

![Sven Blümel](/blog/content/images/2017/04/Sven_Blümel.jpg)**Sven Blümel** Online Editor, Darmstadt [![Sven bei Xing](/blog/content/images/2016/02/xing_logo-1.png)](https://www.xing.com/profile/Sven_Bluemel5)