Erfahrungen aus rund 20 Jahren Domainverwaltung – von Thomas Schell

Der Domainbestand eines international operierenden Unternehmens ist oftmals sehr unübersichtlich da er mit den Unternehmen langsam und über Jahre hinweg angewachsen ist. So ist bei meinen ersten persönlichen Besuchen vor Ort ein aktueller Stand welche Domains bei welchem Provider registriert sind nur sehr schwer und mit großem Rechercheaufwand abzurufen.

Ein weiteres Problem ist, dass das Thema Domains innerhalb einer Unternehmensstruktur nirgends richtig aufgehoben, geschweige denn offiziell definiert ist. So habe ich im Laufe meiner langjährigen Tätigkeit keine einzige Person getroffen, die von sich sagte, dass Domainverwaltung und -registrierung ihre ausschließliche Tätigkeit darstellt. Es wird oft nebenher in Abteilungen wie IT, Marketing oder Markenrecht erledigt.

Aus diesem Grund und dem, dass „ja alles irgendwie läuft“ ist die Schmerzgrenze, die in dem Wunsch nach einer Konsolidierung mündet oftmals sehr hoch. Sie wird dann überschritten, wenn eine wichtige Domain verloren geht, da diese z. B. nicht automatisch verlängert wurde.

Obwohl ich bemüht bin eine „Pro-Konsolidierung“ getroffene Entscheidung nicht gleich wieder zu verwerfen, muss doch leider zu Beginn eine gewisse Euphorie gebremst werden.

Kurz gesagt: Je nach Umfang und Vielfältigkeit eines Domainbestandes kann sich eine Konsolidierung über einen großen Zeitraum von mehreren Monaten bis hin zu einem Jahr und mehr erstrecken. Innerhalb dieser Zeit wird auch beim Kunden ein gewisser Personenkreis aufgabenmäßig gebunden sein.

Jeder, der etwas anderes behauptet hat entweder von der Materie keine Ahnung oder kommt aus dem Vertrieb 🙂 !

Die Schwierigkeiten, auf die wir hierbei immer wieder stoßen:

  • Kunde kennt seinen eigenen Domainbestand nicht genau
  • Domains sind offiziell (Whois) mit administrativen Verantwortlichen verbunden, die teilweise nicht mehr greifbar sind
  • Internationale Domains sind oftmals über ausländische Tochtergesellschaften registriert, deren Mitarbeiter erst von den Veränderungen informiert werden müssen
  • Der/die bisherige(n) Provider sind als sogenannte „losing party“ nicht sonderlich motiviert Unterstützung den Wechsel betreffend zu geben

Man hat es generell mit internationalen Mentalitäten zu tun, die sich oft sehr von der deutschen unterscheidet. Dies soll bitte keine Diskriminierung sein, sondern sind einfach Gegebenheiten, denen wir im unserem Domainservice-Team tagtäglich Rechnung tragen.

Ich kann Ihnen dennoch nur dringendst empfehlen diesen Schritt zu wagen, denn am Ende steht der Lohn für all Ihre Anstrengungen:

  • Übersicht aller Ihrer Domain verbunden mit den jährlichen Investitionen
  • Einheitliche und ICANN-konforme Whois-Struktur aller Domains
  • Gesicherte Erreichbarkeiten
  • Ein Ansprechpartner für alle Ihre Belange rund um Domains

Und dies für Ihre wichtigsten Unternehmensgüter: Ihre Namen und Marken !!!