Ein Beitrag von Franziska Plachetka.

Verdammt, 2019 ist bald schon vorbei. Und mit Neujahr folgt die Zeit, in der alle für eine Woche ein paar gute Vorsätze in die Welt hinausposaunen. Schon im Februar ist von denen meist nicht mehr viel übrig. Ich bin fest davon überzeugt, dass etwas strukturierte Erfolgskontrolle da schon viel helfen könnte. So wie bei Reportings für Social Media – dem eigentlichen Thema heute.

Man könnte meinen, ein Reporting ist eine simple Sache. Zahlen, Daten, Fakten und so weiter. Wie so oft kommt es aber darauf an, was man draus macht. Und Reportings – gerade für Social Media – haben viel Potential: Sie können dabei helfen, den eigenen Output zu verbessern, die Beziehung zum Kunden vertrauens- und verständnisvoller zu machen, mehr Budget zu sichern und, und, und.

Die Preisfrage ist natürlich: Wie sieht so ein Eierwollmilchsau-Reporting aus? Die schlechte Nachricht zuerst: nie gleich. Ich hoffe aber, meine Tipps helfen euch dabei, das für euren Zweck bestmögliche Reporting zu erstellen.

Tipps aus der Praxis

Ich konzentriere mich hier auf fünf eher strategische Tipps für euer Reporting. Die absoluten Grundlagen, ob für Social Media oder nicht, gibt es anderswo schon prima aufbereitet. Hootsuite und Sprout bieten beispielsweise viel Material, um in das Thema einzusteigen.

Zahlen UND Kennzahlen updaten

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Gold wert, um immer up to date zu bleiben: Der Austausch mit Kollegen. Wie hier auf einer internen Fortbildung von uns. Kein Stockmaterial, ich schwöre. 😇

Das Anfertigen von Reportings wird schnell zur Routine. Gerade, wenn man sich mit viel Arbeit ein mächtiges Template erstellt hat, wechselt der Fokus schnell exklusiv darauf, es mit Zahlen zu füllen. Die Schnelllebigkeit von Social Media ist hier Fluch und Segen zugleich: Kennzahlen können schnell an Bedeutung verlieren. Sei dies durch ein verändertes Zielgruppenverhalten, Änderungen seitens der Plattform oder neue Unternehmensziele. Deswegen: Habe regelmäßig ein Auge darauf, ob die erfassten Kennzahlen für den Zweck des Reportings noch relevant sind. Im Umkehrschluss lohnt es sich natürlich auch, nach neuen Kennzahlen Ausschau zu halten – diese können die alten Kennzahlen entweder ergänzen oder ersetzen.

Timing ist wichtig

Je nachdem was Du messen möchtest, sind andere Intervalle für die Reportings sinnvoll. Für die Dauerbespielung bzw. das Grundrauschen sind monatliche Reportings meist völlig ausreichend. Abhängig von der Struktur im Unternehmen kann auch noch ein gesondertes „Management Summary“-Reporting einmal im Quartal sinnvoll sein.

Wöchentliche Reportings können z. B. bei besonders budget-intensiven Kampagnen mit kurzer Laufzeit eine sinnvolle Maßnahme sein. Jede Woche die gesammelten Daten auszuwerten, erlaubt es dir hier, die Ausspielung ad hoc zu optimieren, anstatt nur retrospektiv Learnings für die nächste Kampagne auszumachen – was Du natürlich trotzdem tun solltest.

Reportings klar mit Zielen verknüpfen

Klar, dass man ein Ziel für seine Social Media Aktivitäten haben sollte. Darauf bist Du sicherlich schon selbst gekommen. Im Berufsalltag (und damit auch bei Reportings) versumpft man aber trotzdem schnell im Kleinklein und sieht das Ziel vor lauter Aufgaben nicht. Das kann die Motivation ganz schön einsacken lassen.

Mein Tipp ist also, dass Du die Ziele und vielleicht auch direkt den Fortschritt der Zielerreichung direkt in deine Reportings einfließen lässt. Das lässt sich auch mit charmanten, visuellen Effekten lösen. Die machen das Reporting gerade für Externe nochmal angenehmer und anschaulicher. Der wichtigste positive Effekt ist aber, dass Du dein Ziel so immer vor Augen hast. So kannst Du dich live dabei beobachten, wie Du ihm mit jedem Reporting näherkommst. Es gibt kaum eine bessere Motivation, glaubt mir!

Ein bisschen Pathos ist okay

Gerade auf Social Media teilen Fans oft faszinierende und schöne Geschichten – auch mit Marken. Und während ein Reporting natürlich nicht ausschließlich aus netten Anekdoten bestehen sollte, kann man ruhig ein paar emotionale Reaktionen einfangen. Sie sind anschauliche Beispiele dafür, dass der produzierte Content nicht nur auf dem Papier liefert, sondern auch menschlich bei den Fans ankommt.

Die richtige Balance finden

Ein Reporting besteht zum größten Teil aus Zahlen und die sprechen in den meisten Fällen für sich. Es lohnt sich jedoch, schon im Reporting proaktiv sowohl auf positive als auch negative Extreme einzugehen. Für die positive Seite ist das eine dankbare Aufgabe: Man zeigt auf, was gut funktioniert hat, erklärt warum und hat idealerweise schon ein paar Ideen in petto, wie man darauf aufbauen kann. Für die negative Seite ist das natürlich etwas unangenehmer.

Schlecht gelaufene Inhalte lassen sich aber nach genau dem gleichen Schema analysieren. Wer demonstrieren kann, aus einem „Lowlight“ die richtigen Lektionen gezogen zu haben und idealerweise schon präsentiert, wie man die zukünftig berücksichtigen wird, macht ganz schnell seine Schwächen zur Stärke.

Guter Vorsatz fürs nächste Jahr: bessere Reportings

Ich hoffe, Du konntest etwas Wertvolles aus diesem Beitrag mitnehmen. Wenn Du dich noch intensiver mit dem Thema Reporting auseinandersetzen möchtest, empfehle ich dir diese Social Media Reporting Checkliste von allfacebook. Und in unserem Beitrag zur LinkedIn-Kampagne für Business WLAN bekommst du einen kleinen Einblick, wie ein Social-Media-Projekt bei CAMAO so abläuft.

Bleibt nur noch eins zu tun: das Gelernte umsetzen! Viel Spaß beim in die Tasten hauen und hoffentlich kannst Du all deine guten Vorsätze fürs neue Jahr auch einhalten. 🙌🏼

Die Autorin

Franziska_Plachetka
Franziska Plachetka
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