82.000 Softwareentwickler fehlten der Bundesrepublik laut dem Branchenverband BITKOM im Dezember 2018. Um diesem Problem nachhaltig zu begegnen, muss man möglichst früh ansetzen. Gymnasiasten aus vielen Umkreis-Schulen konnten im Heilbronner Pier 58 eine Woche lang voll in die Software-Welt eintauchen. Organisiert wurde der Praktikums-Workshop von unserem Partner INDECA. Um den Nachwuchs kümmert man sich eben am besten selbst.

Das sogenannte Bogy-Praktikum (Berufsorientierung am Gymnasium) gibt es in Baden-Württemberg schon seit geraumer Zeit. Als klassisches, einwöchiges Schüler-Praktikum leidet es aber an altbekannten Problemen: In Betrieben fehlt oft die Zeit, um sich neben der üblichen Arbeit noch so um Schülerpraktikanten zu kümmern, dass diese einen authentischen Einblick in den Beruf bekommen. Für Software-Entwickler dürfte das besonders zutreffen, gibt es doch 82.000 zu wenig. Einen Tag neben einem Softwareentwickler zu sitzen und auf seinen Bildschirm zu starren, begeistert aber niemanden für das Feld – Schulkinder schon gar nicht.

Mit gutem Beispiel vorangehen

Beschweren kann man sich natürlich viel und lang. Besser ist es jedoch, das Problem einfach anzupacken. Im Programmier-Workshop von INDECA hatten die Schüler die ganze Woche über Stephan Weißenberger von INDECA als Betreuer an der Seite. Mit ihm konnten sie ihre ersten Schritte in Arduino (eine aus Hard- und Software bestehende Programmier-Plattform) machen. Dabei lag der Fokus auf alltagsnahen Beispielen wie dem Ansteuern von LCD-Displays oder Motoren, was bei den Schülern auch gut ankam. Wir haben eine Schülerin gefragt, wie ihr die Workshop-Woche gefallen hat und ob sie das Konzept ihren Mitschülern weiterempfehlen würde:

Ich habe an dem Praktikum teilgenommen, da ich einen Einblick in einen Bereich, mit dem ich vorher noch nichts zu tun hatte, gewinnen wollte. Dafür war dieses Praktikum eine super Chance. Ich habe in der Woche unglaublich viel dazu gelernt und konnte meine Zeit mit super netten Leuten verbringen. Deswegen würde ich es jedem Schüler ans Herz legen, dieses Praktikum zu absolvieren. Es ist nicht nur für Leute, die sich schon in dem Bereich auskennen, sondern auch für Schüler wie mich, die so etwas noch nie gemacht haben. Jeder war bereit jedem zu helfen. Es war ein super Praktikum, da ich immer etwas zu tun hatte und auch mitentscheiden konnte, was genau ich an jedem Tag lernen wollte.

Holly Obermüller, Schülerin an der Freien Anne-Sophie-Schule Künzelsau 

Mit INDECA verbindet uns eine langjährige Partnerschaft, nicht nur beim Geschäftlichen. Deswegen freuen wir uns umso mehr über dieses Engagement, das sicherlich auch als Inspiration für eigene Bestrebungen in der Zukunft dient.