Ein Beitrag von Fania Bremmer.

Normalerweise reizt das Eventformat „Usability Testessen“ damit, dass es kostenlos Pizza und Bier gibt – als schmackhafte Gegenleistung dafür, dass man sich durch eine ganze Menge verschiedener Webseiten, Apps oder Prototypen durchwühlt, sie testet und Feedback gibt. Wir bei CAMAO haben bereits 2014 unser erstes Usability Testessen veranstaltet und sind seitdem voll auf den Geschmack gekommen. Der Mix aus Networking, wertvollen Testergebnissen und leckerer Pizza ist einfach eine runde Sache für alle Beteiligten.

Nun ist in Zeiten von Corona leider alles anders als sonst, und so musste sich auch das Format des Testessens – welches übrigens in Darmstadt von unseren Freunden Quäntchen & Glück erfunden wurde – weiterentwickeln. Als die Einladung fürs erste virtuelle Usability Testessen ins Postfach geflattert kam, war ich zuerst skeptisch: Kann man so eine komplexe Veranstaltung, in der vor allem das Networking und Kennenlernen von neuen Personen im Vordergrund steht, wirklich digital abbilden? Also ab ins kalte Wasser …

Breakouts, Screensharing & Co.

Und so trafen sich Ende Oktober rund 40 Teilnehmer ganz virtuell in Zoom, um gemeinsam die verschiedenen Projekte auf Herz und Nieren zu testen. In zahlreichen Breakouts, also virtuellen Räumen, fanden die jeweiligen Tests statt. Ob Online-Shop für Bio-Lebensmittel, Mobilitäts-Website oder komplexes Verlagsprogramm – mit Hilfe der Thinking-Aloud-Methode, Screensharing des Bildschirms und aktiver Videokamera konnten die Teilnehmer gut beim Testen beobachtet werden und ihre Erkenntnisse in Sachen Usability-Schwachstellen kommunizieren.

Neben den Testräumen gab es auch eine virtuelle Küche, wo man in den Pausen ganz gemütlich quatschen und networken konnte. Denn bekanntlich finden in der Küche immer die besten Partys statt – nun also auch virtuell.

Bester Ăśberblick dank digitalem Whiteboard

Wirklich beeindruckend fand ich das Mural Board, welches Philipp Hormel und Lena Müller von Q&G als Leithilfe für den Abend aufgebaut hatten. Von der initialen Agenda über Tipps & Netiquette, Kennenlernspiele, Steckbriefe aller Teilnehmer bis hin zur Feedback-Post-it-Wall wurde der komplette Abend perfekt vorbereitet, assistiert und geführt. Besonders schön: Dadurch, dass alle Teilnehmer gleichzeitig auf dem Board navigieren und schreiben konnten, entstand auch ein echtes Gemeinschafts- und Gruppengefühl. Eine Emotion, die mir bei endlosen Remote Meetings im Alltag doch eher verloren geht.

Fazit: Remote Workshop? Gelungen!

Wie gesagt, ich war im Vorfeld echt skeptisch. Doch das Konzept hat funktioniert. Sogar sehr gut. Und das macht mir Mut, wenn ich auf die kommenden Monate schaue, in denen unser Home Office und remote Arbeiten wohl noch ganz klar im Fokus stehen werden.

Falls ihr euch jetzt fragt, wie das mit der Pizza gelöst wurde: Diese konnte man nach vorher geteilten Rezepten selbst backen und zum Warmup in virtueller Gemeinschaft essen. Und ein kühles Bier sollte man eh immer im Kühlschrank haben.

Digitale Workshops bei CAMAO

Auch wir bei CAMAO arbeiten vorwiegend Remote von zu Hause aus und führen unsere Kunden-Workshops digital durch. Wenn ihr den Bedarf habt, einen Workshop komplett digital durchzuführen – sprecht uns an. Wir beraten euch gerne.