Viele Content-Management-Systeme (CMS) prahlen damit, dass sich mit ihnen besondere User Experiences schaffen lassen. Mit User sind in dem Fall oft die Website-Besucher gemeint. Die Redakteure, die den Content im CMS pflegen, werden dabei nicht nur namentlich oft vergessen.

Neos’ Anspruch war es, genau dieser Gruppe die Arbeit leicht zu machen, ohne technische Ansprüche der Unternehmen und umsetzenden Entwickler sowie UX-Ansprüche der Website-Besucher zu vernachlässigen. Zusätzlich wollte man auch am Konzept eines CMS selbst feilen. Das Ziel: ein Content-First-System. Basierend auf der Prämisse, dass Websites erstellt werden, nicht um eine Website zu haben, sondern weil man etwas zu erzählen hat. Weil man Content hat, von dem man will, dass möglichst viele Menschen ihn sehen können.

Machen wir es nicht unnötig spannend: Dieses umfassende Vorhaben ist gelungen. Und trotzdem ist das Projekt, welches als Abspaltung von TYPO3 begann und seit 2015 davon unabhängig weiterentwickelt wird, noch immer eine Art Geheimtipp. Wir geben euch heute einen kleinen Einblick in das System und zeigen euch obendrein noch ein paar unserer mit Neos umgesetzten Websites.

Die Welt der CMS ist dir noch fremd? Kompletten Neueinsteiger können wir unsere Mini-Serie zum Thema CMS empfehlen. Für alle anderen geht es direkt weiter.

Einfacher zu benutzen als Neos ist nur Lego

Der größte Unterschied zu herkömmlichen CMS ist das Inline-Editing: In Neos pflegen Redakteure den Content direkt auf der Seite, wo er später angezeigt wird. Das Backend wird als „Overlay” über die Seite gelegt. So lassen sich die genauen Auswirkungen einer Änderung auf der Live-Website direkt einsehen.

Dabei sind die Optionen für Redakteure deutlich schlanker als in anderen Systemen. Neos gibt einem Redakteur – out-of-the-box – nur so viel Auswahl, wie er braucht. Das macht das System etwas unflexibler, lässt aber auch viel weniger Raum für Fehler. Einfache Aufgaben bedeuten einfachen Aufwand. Kein nervöses Zähneklappern, weil man mit einem falschen Klick Schaden anrichten könnte, den man erst wieder über zwei Stunden beheben muss.

Daraus ergibt sich auch eine ungemein kürzere Einarbeitungszeit. Unserer Erfahrung nach können wir Redakteure in zwei Stunden auf einen Stand bringen, auf dem sie sicher mit Neos umgehen. Und durch die Einfachheit des Workflows lässt sich das System auch nach ein paar Wochen Abstinenz noch sicher bedienen. Neos ist also eine exzellente Wahl, wenn die Pflege der Website keine Vollzeitstelle(n) hergibt, sondern eine Aufgabe neben vielen ist, die ohne großes Tamtam von statten gehen soll.

Kleiner Einschub:
Wir sind übrigens aktiver Teil der Neos Community und öfter mal Gastgeber für die Rhein-Main Meetups. Vielleicht sehen wir uns ja bald schon mal auf einem der Meetups.

Die Dreifaltigkeit von Neos, Content First und Headless

Im Feld der CMS ist gerade viel Bewegung. Websites sind längst nicht mehr der alleinige Platzhirsch was die Anzeige von digitalen Medien betrifft. Apps, IoT-Geräte, MR oder AR – als Unternehmen gibt es viele Kanäle, die Aufmerksamkeit erfordern. Ein Versuch diesem Strom an neuen Variablen mit jeweils eigenen Anforderungen an ihren Content gerecht zu werden, ist das Konzept von Headless CMS.

„Ein Headless CMS verzichtet […] auf die Darstellung der Inhalte. Stattdessen bietet das Headless CMS eine API an, über die die gespeicherten Inhalte abgerufen werden können. Für die Erstellung und Verwaltung der Inhalte bringen die meisten Headless CMS eine eigene Autoren-Oberfläche mit, genauso gut können die Inhalte aber auch über eine API erstellt und verwaltet werden. Anders formuliert ist ein Headless CMS ein zentraler Speicher, der die Inhalte unabhängig von ihrer Verwendung vorhält.“ – CMS Stash

Die wachsende Popularität von Headless als Ansatz ist lange überfällig. Denn nur damit können wir auch in unserer digitalen Infrastruktur endlich das Mantra „Content First“ Realität werden lassen. Unternehmen können es sich nicht mehr erlauben, Content in starre Formen zu gießen, da er dann in andere relevante Kanäle nicht passt.

Neos geht dabei einen Schritt weiter, denn worin es wirklich brilliert, das ist das Strukturieren von Content. Neos ermöglicht es, anstatt eines zentralen Speichers voller undifferenzierter Inhalte, viele kleine Content-Depots zu haben. Diesen Depots lassen sich Eigenschaften zuweisen, die die Organisation des Contents auf Neudeutsch „smarter“ macht. Denn das verknüpfte Frontend erfährt anhand des Depots aus dem der Content stammt wichtige Parameter, um ihn optimal darstellen zu können. Das macht zum Beispiel die automatisierte Ausspielung von Content, bei gleichzeitiger Anpassung an das Medium, dem er zugewiesen wird, deutlich einfacher.

Und natürlich erfüllt Neos auch die Grundvoraussetzung, um es überhaupt als Headless CMS zu benutzen. Content kann auf vielfältige Art und Weise ausgegeben werden, darunter auch als JSON-Datei, welche das üblichste Format für ein Headless CMS ist.

Neos Websites in Schönform

Wir sind noch nicht fertig mit Reden, unterbrechen die Textlawine aber mit ein paar Impressionen unserer Neos-Projekte.

Bullyland

bullyland1
Aufwändige Parallax-Effekte und kindgerechte Animationen, die sich durch das gesamte Design bewegen, erwecken die Website zum Leben. Dazu kommen informative Audio-Elemente für Eltern sowie spannenden Geschichten, die selbst Kinder im kleinsten Alter unterhalten. Und apropos Unterhaltung: Mit bunten Ausmalvorlagen und einem Puzzle in drei Schwierigkeitsstufen gab‘s gleich zwei Spiele – perfekt für die Zielgruppe – auf der Website mit dazu.

Mehr zum Projekt erfahrt ihr in unserem Blogbeitrag zur Bullyland-Website.

BRASS

Brass2
Mit einem modernen Look, intuitiver Nutzerführung und selbstverständlich einer Mobile-Version begrüßt die BRASS Gruppe seit unserem Website-Relaunch mit Neos ihre Kunden. Doch nicht nur die haben es leichter. Auch BRASS selbst profitiert von der einfacheren Bedienbarkeit und Pflege der Seite.

Ein weiterer Höhepunkt: Als einer der größten Autohändler Deutschlands ist das Fahrzeugangebot von BRASS riesig. Und BRASS betreut nicht nur eine, sondern gleich mehrere Webseiten. Als Alltagsvereinfacher haben wir eine Schnittstelle genutzt, die automatisch neue Fahrzeuge in eine zentrale Datenbank importiert, von der sie automatisch auf allen relevanten Seiten angezeigt werden können.

Mehr zum Projekt erfahrt ihr in unserem Blogbeitrag zur BRASS-Website.

Schöne Websites bauen ist nicht das Ende der Fahnenstange

Wir legen nicht nur Wert darauf, die Seiten mit unserem mehr als 10-köpfigen Team von Frontend-EntwicklerInnen sauber aufzusetzen. Meist (und bestenfalls) entstehen sie im Zusammenspiel mit unseren Experten für Konzeption und Design digitaler Medien. Bei jedem Website-Projekt – egal ob Launch oder Relaunch – liegt es uns sehr am Herzen, einen guten Service auch nach dem Launch zu bieten. Kontinuierliche Pflege und Wartung sind ebenso essentiell wie ein solides technisches Gerüst, um den reibungslosen Betrieb einer Website zu gewährleisten.

Und übrigens, Neos lässt sich wirklich einfach benutzen. Aber manchmal braucht es eben doch ein paar helfende Hände, um zum Beispiel eine große Menge Content in kurzer Zeit auf einmal zu migrieren beziehungsweise zu pflegen. Unser mehrköpfiges CMS-Team hat bereits mehrere solcher Projekte erfolgreich umgesetzt und bringt auch seine Neos-Expertise gerne bei Ihnen ein – egal ob mit Schulungen oder als tatkräftige Helfer.

Kommen wir zum Ende: Wenn Sie als Unternehmen Content haben, der danach schreit, gelesen, gehört oder gesehen zu werden, könnte Neos die richtige Wahl für Sie sein. Und wenn Sie dazu noch der Meinung sind, dass es für Ihre Mitarbeiter kein Hexenwerk sein sollte, diesen Content in ein System einzupflegen, sollten wir auf jeden Fall zusammen über Neos reden.

Machen Sie den ersten Schritt? Sagen Sie Hallo.

PS: Ein weiterer Grund, warum wir Neos lieben: Es steht komplett unter Open-Source-Lizenz. Schaut doch mal bei Neos auf GitHub vorbei: https://github.com/neos