Ein Beitrag von Sophie Becker.

Margaret Heffernan ist eine international tätige Geschäftsfrau, hält Keynotes und TED-Talks und hat schon mehrere Bücher geschrieben. Außerdem trainiert sie CEOs und Manager und erarbeitet mit ihnen anhand eines Produktivitätsmodells die Bedeutung von Arbeit. In einem Podcast der TED Radio Hour stellt sie dieses Modell vor: Es hört auf den extravaganten Namen Superchicken Model und basiert auf einem Experiment des Evolutionsbiologen William Mure.

Was passiert wohl, wenn man nur die produktivsten Hühner, sogenannte „Superchickens“, zusammen in eine Herde steckt? Und was, wenn man das gleiche mit nur durchschnittlich produktiven Hühnern macht? Die Ergebnisse des Experiments waren verblüffend. Die Gruppe der „normalen“ Hühner war gesund und im Eierlegen so produktiv wie nie zuvor. Die „Superherde“, bestehend aus den Superchickens, hatte bloß drei Überlebende – der Rest der Herde hatte sich gegenseitig zu Tode gepickt.

Was uns Margaret Heffernan anhand dieses Experiments zeigen möchte: Der Erfolg der Superchickens ist abhängig vom Misserfolg der Anderen. Die Superstars in jeder unternehmerischen Gesellschaft feiern nur deswegen Erfolge, weil sie aggressive Taktiken anwenden, die zu einer Störung und Verschwendung von Potenzialen am Arbeitsplatz führen.

„We can be so much more than superchickens, if we just stop trying.“

Die Frage, die Heffernan den CEOs am liebsten stellt: „Was sind Deine Ziele für Deine Firma im kommenden Jahr?“ Auf Antworten wie „mehr Einnahmen!“ kann sie nur mit einem müden Lächeln reagieren. „Money may make you work harder. But it won’t make you work better with other people.“

Wie aus guten Mitarbeitern großartige Mitarbeiter werden

Ideen werden nicht fertig geboren. Ideen sind wie kleine Babys – frisch auf der Welt und noch etwas zerzaust. Dafür aber voller Potenzial! Das Wichtigste: Sie sind bereit, dieses auch zu entwickeln. Man muss ihnen nur die Möglichkeit dafür geben. Das gleiche gilt für Mitarbeiter.

„For the past 50 years we’ve run most organizations and some societies along the superchicken model. We’ve thought that success is achieved by picking the superstars – the brightest men or occasionally women in the room – and giving them all the resources and power … and the result has been aggression, dysfunction and waste.”

Natürlich haben wir bei CAMAO auch ein paar Superchickens. Aber wir schaffen es bisher ganz gut, sie jedes Mal wieder zurück auf die Bodenhaltung, äh, den Boden der Tatsachen zu bringen.

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Die Autorin

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Sophie Becker
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