Manchmal ist es Liebe auf den zweiten Blick. Zwischen Marcela Kosior und uns hält die jetzt schon ganze 5 Jahre an. In den fünf Jahren haben wir nicht nur ihre vielseitigen Fähigkeiten als Designerin (über die sie euch selbst gleich mehr erzählt) schätzen gelernt, sondern auch ihre herzliche Art und ihren Humor, mit dem sie perfekt in unsere bunte Crew passt. Zudem ist sie nicht nur im Berufsalltag ein kreatives Multitalent, sondern kann auch privat die Finger nicht stillhalten. Eigentlich braucht es gar keine weitere Trumpfkarte, ABER: Sie hat auch noch zwei wundervolle Katzen. Vorhang auf für Marcela:

Wie hast du zu CAMAO gefunden?

Dafür muss ich an den Anfang meines Berufslebens zurückkehren. Ich habe mein Studium 2012 im Raum Mannheim erfolgreich beendet und konnte es kaum abwarten, beruflich durchzustarten. Bis auf ein Praxissemester und einige kleinere Tätigkeiten hatte ich aber kaum Berufserfahrung. Ich bin dann am Schwarzen Brett der Hochschule Mannheim auf eine Anzeige von CAMAO gestoßen und habe mich beworben. Genommen wurde ich damals noch nicht, weil ich nicht genügend Berufserfahrung für die zu besetzende Stelle hatte.

Also machte ich meine ersten Schritte in die Selbstständigkeit. Nach ungefähr zwei Jahren bin ich dann in eine Festanstellung bei einer anderen Firma gegangen, bei der hielt es mich nicht lang. Nach einem halben Jahr bin ich wieder gewechselt. Ende 2015 wurde mir klar, dass ich dort auch nicht wirklich glücklich war. Eintönige Arbeit, mit den Kollegen hat man nicht mehr Worte als „Hallo” und „Tschüss” gewechselt. Ich dachte mir, das geht auch besser und begab mich wieder auf Jobsuche.

Durch meinen Freundeskreis wurde ich wieder auf CAMAO aufmerksam gemacht. Nach meiner Absage im Jahr 2012 hatte ich eher wenig Hoffnung, versuchte es aber trotzdem. Als ich eine Einladung zum Vorstellungsgespräch bekam, habe ich mich schon riesig gefreut. Darmstadt war mir zwar noch vollkommen fremd, aber schon meine beiden AnsprechpartnerInnen im Gespräch waren mir super sympathisch. Die Atmosphäre war schnell sehr locker und freundschaftlich – und eine Zusage gab es dann auch. Und so habe ich im Januar 2016 bei CAMAO angefangen.

Wie hast du dich in den fünf Jahren beruflich und/oder menschlich weiterentwickelt?

Ich habe mich beruflich komplett neu orientiert. Zuerst waren meine Skills im Motion-Bereich stark auf 3D-Animation fokussiert. Meine Kollegen und Kolleginnen haben sich viel Zeit genommen, mich auch an alle anderen Bereiche heranzuführen. Ich habe sehr viel Neues gelernt und schnell erkannt, dass ich mich mit Bewegtbild am wohlsten fühle. Design für Print und Web beherrsche ich auch, unterstütze dort aber meine Kolleginnen und Kollegen eher, wenn das notwendig ist. Trotzdem bin ich froh, genau das tun zu können, da ich meine Skills ja nicht verlernen möchte. Besonders stolz bin ich darauf, dass ich immer gerne für Illustrationen gebucht werde. Es ist ein bisschen so, als wäre „Illustratorin“ eine Signatur unter meinem Namen.

Eine menschliche Entwicklung habe ich insofern durchlebt, dass ich stärker daran arbeite, gesehen zu werden. Ich gehöre eher zu den Menschen, die im Hintergrund bleiben und die Erfahreneren sprechen lassen, auch aus Angst, das Endprodukt könnte leiden, wenn ich etwas Falsches sage oder unsicher erscheine. Diese Eigenschaft plane ich 2021 komplett abzulegen und erhalte von einigen Kolleginnen und Kollegen, die ich inzwischen mehr als meine Freunde bezeichne, viel Unterstützung.

Was ist deine Lieblingsbeschäftigung in deiner Freizeit (und warum)?

Meine liebste Beschäftigung ist das Handwerken. Malerei, Schneiderei, Landschaftsgärtnerei, Bildhauerei. Davon kann ich nicht genug bekommen. Ohne jetzt biblisch klingen zu wollen: Nichts erfüllt mich mehr als etwas zu „erschaffen”. Wie aus einer leeren Leinwand ein Kunstwerk wird, aus einer Lage Stoff ein Kleidungsstück oder aus einem Klumpen Modelliermasse ein Objekt entsteht. Das zu sehen, ist mir das Liebste. Ansonsten gehören Kochen, gutes Essen, Fitness, Wellness und das Vernichten von Bargeld für die oben genannten Tätigkeiten zu meinen Hobbies (lacht).

Was macht CAMAO für dich besonders?

Wir decken so viele Bereiche ab und es kommt immer mehr dazu.
Im Studium wurde uns gesagt, dass es im Agenturleben wichtig ist, alle paar Jahre zu wechseln. Damit man fachlich nicht stehen bleibt und sich weiterentwickelt. Bei CAMAO bleiben die Leute überdurchschnittlich lange. Viele Kollegen hatten schon ihr 10-jähriges. Ich glaube, das ist definitiv etwas Besonderes.

Und auch der zwischenmenschliche Aspekt ist wichtig für mich. An meinem ersten Tag war ich ziemlich aufgeregt. Aber schon im Aufzug wurde ich vom ersten Kollegen herzlich begrüßt und alle anderen Kollegen und Kolleginnen haben das im Büro auch persönlich gemacht.

Bis zu diesem Zeitpunkt habe ich es nie erlebt, irgendwo so willkommen zu sein. In den 5 Jahren sind CAMAO und alle meine lieben Kolleginnen und Kollegen mir sehr ans Herz gewachsen, sodass ich mich eher wie unter Freunden fühle.

Wie würdest du CAMAO in nur einem Wort beschreiben?

Uff. Das ist schwer.

Mir fallen so viele Worte ein.

Vielseitig.
Ungewöhnlich.
Anders.
Ehrlich.
Attraktiv.
Erfüllend.

Aber wenn ich ein Wort wählen müsste wäre es wohl „Zusammen“.